FROM A TO ZINE
Eine Ausstellung über Zines als Kunst- und Protestform
From A to Zine war eine Ausstellung, die sich der Vielfalt von Zines und der Kultur dahinter widmete. Jedem Buchstaben des Alphabets wurde ein Begriff zugeordnet, der in der Zine-Szene eine Rolle spielt – etwa Gemeinschaft, Protest oder Subkultur.
Ziel der Ausstellung war es, zu zeigen, wofür Zines stehen können, ob nun als Kunstform, als Mittel des Protests und der Selbstermächtigung oder als ein Ort für Austausch, Gemeinschaft und persönliche Perspektiven. Themen wie feministische Kämpfe, queere Lebensrealitäten oder subkulturelle Räume wurden dabei ebenso sichtbar wie der Anspruch auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, der Zines seit jeher prägt.
Dabei ging es nicht nur um Zines als gedruckte Objekte, sondern auch um die Haltungen und Praktiken, die mit ihnen verbunden sind – DIY, Autonomie und das bewusste Arbeiten außerhalb kommerzieller Strukturen. Zines fungieren hier als Sprachrohr, Archiv und Experimentierraum zugleich. Gleichzeitig bot From A to Zine einen Einblick in die Geschichte der Zine-Kultur, ihre Communities und ihre Entwicklung bis heute.
Der Kulturladen ist seit vielen Jahren ein wichtiger Treffpunkt für die Hamburger Zine-Community. Jeden Dienstag kommt hier der Zineclub Hamburg zusammen, um gemeinsam Zines zu machen, an Projekten wie dem Downtown Hamm zu arbeiten oder sich auszutauschen. Vom 7. bis 9. Februar 2026 fand hier erstmals auch eine Ausstellung statt, die das Medium Zine in den Mittelpunkt stellte.
Initiiert und umgesetzt wurde die Ausstellung von Emily Singbeil, die im Rahmen ihres Studiums ein Pflichtpraktikum im Kulturladen absolvierte. Die 115 ausgestellten Zines stammen aus ihrer privaten Sammlung und zeigen sowohl die inhaltliche und formale Bandbreite von Zines als auch ihre persönliche Verbindung zur Zine-Kultur.
Design, Bilder, Texte von Emily Singbeil.








