BUNKERMUSEUM

Inmitten des zentrumsnahen Stadtteils Hamm befindet sich das in Hamburg einzige Bunkermuseum

Im Bunkermuseum werden persönliche Erlebnisse von Zeitzeug*innen während der Luftangriffe auf Hamburg-Hamm, aber auch die von Bewohner*innen des Londoner Stadtteils Holborn dargestellt. Weitere Themen widmen sich dem Luftschutz und verschiedenen Luftschutzbauten. Zahlreiche Ausstellungsstücke und Dokumente vertiefen die Präsentation. Der unterirdische Vier-Röhrenbunker aus dem Jahr 1940/41 wurde mit nachgebautem Mobiliar in seinen Ursprungszustand versetzt, sodass am 01.10.1997 ein Museum eröffnet werden konnte.

Zuflucht Bunker

Bereits kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs begann in Hamburg der Bau der ersten Luftschutzbunker. Hoch-­, Turmbunker, Flak-­ und Leittürme wurden oberirdisch errichtet. Unter der Erde entstanden überwiegend Rund-­ und Röhrenbunker. Letztere boten „nur“ Schutz vor Bombensplittern. Dennoch retteten die meisten Bunker Tausenden Hamburger*innen im Juli 1943 das Leben, als ein durch alliierte Luftangriffe hervorgerufener Feuersturm Hamm, Hammerbrook, Borgfelde und Rothenburgsort in Schutt und Asche legte. Viele Menschen flüchteten mit ihren wichtigsten Habseligkeiten am Leib oder im Koffer in die Bunker: Habseligkeiten, die den Feuersturm überstanden und heute als mahnende Zeugnisse dienen.

Der Bunker wurde zwischen April 1940 und April 1941 errichtet. Er besteht aus Eingangsbereich mit Treppe in die Tiefe, Gasschleuse, vier Röhren (Breite zwei Meter, Länge 17 Meter, lichte Höhe 2,25 Meter), die jeweils 50 Menschen Platz boten sowie einem Notausstieg. Seine Wände weisen eine Stärke von einem Meter Beton auf, die mit einer Bewehrung zusätzlich verstärkt sind. Er liegt etwa fünf Meter tief im Erdreich.

Es handelt sich um einen Typenbau, von denen es etliche im Hamburger Stadtgebiet gibt, die jedoch grundsätzlich nicht begehbar sind. Alle sind nach dem Krieg geräumt worden und stehen heute fast ausnahmslos unter Wasser. Charakteristisch war die einheitliche Ausstattung mit Bänken auf der einen und Ablagemöglichkei-ten auf der gegenüberliegenden Seite. Am Ende jeder Röhre befanden sich die Aborte, Trocken-­Toiletten, denn einen Wasseranschluss gab es nicht. Für Beleuchtung und Beheizung war Strom vorhanden. Handbetriebene Lüftungsmaschinen sorgten für Frischluft-­Zufuhr.

Bunker im Dunkeln

Special-Tour durch Hamburgs Bunkermuseum. Bitte Taschenlampe mitbringen. Voranmeldung per E-Mail erforderlich, da nur begrenzt Plätze vorhanden sind.

Erwachsene 8 €
Kinder bis 12 Jahre 4 €

Termine

Aufgrund der Eindämmungsmaßnahmen von Covid-19 bleibt das Bunkermuseum vorerst geschlossen.